Die diesjährige Sommerexkursion der Landesgruppe Berlin-Brandenburg des Salzburger Verein e.V. führte die Teilnehmer nach Eberswalde, einem bedeutenden historischen Durchzugsort der Salzburger Emigranten von 1732/33. Ziel der Veranstaltung war es, an die außergewöhnliche Hilfsbereitschaft der Stadt gegenüber den damals vertriebenen Glaubensflüchtlingen zu erinnern.

Den Auftakt bildeten eine Führung durch die Evangelische Maria-Magdalenen-Kirche sowie eine Andacht mit Pfarrer Philipp Schuppan. Dabei wurde an die bewegende Geschichte der Salzburger Exulanten erinnert, von denen innerhalb weniger Monate mehr als 10.000 Menschen in Eberswalde aufgenommen, versorgt und willkommen geheißen wurden.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen folgte die traditionelle Übergabe der Dankurkunde an Bürgermeister Götz Herrmann vor dem Rathaus. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Landesgruppe Berlin-Brandenburg des Salzburger Verein e.V. Städte und Gemeinden, die den Emigranten vor fast 300 Jahren Unterstützung und Gastfreundschaft gewährten.

Im Anschluss führte Stadtführer Karlheinz Koppe die Gruppe durch die historische Innenstadt und erläuterte zahlreiche Orte und Ereignisse, die mit der Salzburger Emigration verbunden sind. Dabei wurde auch an die Hilfe erinnert, die die Flüchtlinge damals durch verschiedene Bevölkerungsgruppen erfuhren.

Die Exkursion klang bei einem gemeinsamen Kaffeetrinken auf dem Marktplatz aus. Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von der reichen Überlieferung dieses Kapitels der Stadtgeschichte und dankbar für die herzliche Unterstützung durch die Stadt Eberswalde. Die Veranstaltung setzte damit die Tradition fort, historische Stationen der Salzburger Emigration zu besuchen und deren Erinnerung lebendig zu halten.

Pressemitteilung der Stadt Eberswalde:

https://www.eberswalde.de/publications/Pressemitteilungen/ARCHIV/2026/159-07.09.2026-Salzburger-Emigranten.pdf