Kategorie: Allgemein

Bericht Vorstand

Jahrestreffen vom 09. – 12. Juni 2022 in Filzmoos

Bericht zum Jahrestreffen

Nach dem Ende des Gottesdienstes am Freitag wurden wir vor der Kirche vom Musikorchester Filzmoos empfangen, eine riesige Menschenmenge hatte sich dort versammelt. Erster Halt war der Felsen zum Toleranzberg, der durch die Vertreterin des Landeshauptmanns, Landtagsabgeordnete Elisabeth Huber und die Präsidentin des Salzburger Vereins e. V., Margrit Kempgen feierlich enthüllt wurde.
Damit war der Toleranzberg eröffnet. Der Zug bewegte sich nun in Richtung Festplatz.

Es folgten die Begrüßung durch Christian Salchegger und die Grußworte der verschiedenen Würdenträger der Geistlichkeit, des Landseshauptmanns durch Elisabeth Huber und der Gemeinde Filzmoos, sowie der zahlreich angetretenen Vereine.
Musikalische Einlagen gab es durch die TMK Filzmoos sowie den Chorissima Filzmoos. Was mich besonders berührt hat, war der musikalische Sketch einer Grundschulklasse über das heikle Thema Ausländerfeindlichkeit. Eingeübt von zwei Lehrerinnen. Ihnen gilt mein besonderer Dank.

Die Präsidentin des Salzburger Vereins Margrit Kempgen sprach das vorstehende Grußwort, das von den Anwesenden mit großer Anerkennung aufgenommen wurde. Nach dem Ökumenischen Segensgebet folgten die Ehrungen und Übergabe der Fahnenbänder von den Ehrendamen an die angetretenen Vereine, sowie die Überreichung der Blumensträuße an die Ehrengäste. Hiernach hatte ich die große Freude einem langjährigen Freund unseres Vereins eine vom Vorstand beschlossene Ehrung auszusprechen (siehe Foto links). Der Wortlaut der Urkunde lautet:

Der Salzburger Verein e. V. – Die Vereinigung der Nachkommen salzburgischer Emigranten trägt Herrn Christian Salchegger die Ehrenmitgliedschaft an.

Der Salzburger Verein würdigt mit diesem Beschluss — in Dankbarkeit — seine großen Verdienste für unseren Verein, die er durch fortgesetzte Unterstützung und Verbindung im Laufe von Jahrzehnten erwarb.

In diesem Rahmen leistete Christian Salchegger wichtige Hilfestellung bei der Organisation zahlreicher Veranstaltungen im Salzburger Land. Des Weiteren sorgte er stets für die Sichtbarmachung und historische Aufarbeitung der Salzburger Emigration. Zuletzt insbesondere bei der Verwirklichung des Toleranzberges.
Bielefeld/Filzmoos, den 10. Juni 2022

Im Namen des Vorstands
Margrit Kempgen Margot Bergmann
Präsidentin Vizepräsidentin

Die Präsidentin zeichnete Herrn Alois Hartinger, Filzmoos und Herrn Christian Salchegger, Bögrainhof (Foto rechts)mit der Silbernen Ehrennadel aus, in Dankbarkeit für ihren wertvollen Einsatz bei der historischen Aufarbeitung der Salzburger Emigration, insbesondere bei der Gestaltung des Toleranzberges.

Für die Mitglieder des Salzburger Vereins und geladene Ehrengäste folgte ein Empfang des Landeshauptmanns Dr. Wilfried Haslauer, in seiner Vertretung fungierten als Gastgeber Hofrätin Mag. Isabella Walcher und Landtagsabgeordnete Elisabeth Huber, im Hotel Bischofsmütze.
Am Sonnabend, dem 11.6.2022 folgte die Tagesausflugsfahrt in die Radstädter Tauern — Lungau — Turracher Höhe — Nockalmstraße. Dieser Tag war hervorragend vorbereitet und durchgeführt von Herrn Martin Dietrich. Die beiden Busse waren ein Geschenk der Landesregierung Salzburg. Auch dafür sagen wir herzlichen Dank.Die Präsidentin und ich haben nicht an der Tagesfahrt teilgenommen, stattdessen ha
ben wir Schwarzach und Goldegg besucht, um uns einen Überblick über den Zustand der Ausstellungen zu verschaffen.
Nach unserer Rückkehr nach Filzmoos besuchten wir das Oberhofmuseum. Wir hatten die große Freude von Hanni und Christan Salchegger eine persönliche Führung zu haben. Dieses Museum ist mit viel Liebe mit Exponaten aus mehreren Jahrhunderten bestückt worden. Bei der Führung konnten wir feststellen, wie viel den beiden dieser Ort bedeutet, viel Herzblut steckt darin. Danke dafür!
Am Abend nahmen wir Abschied von Filzmoos mit einem Abendessen im Hotel und anschließendem gemütlichem Beisammensein.
An dieser Stelle sagen wir Dank an alle, die mitgeholfen haben, dieses Jahrestreffen zu einem Erlebnis zu machen. Hierzu gehört auch das Team der Bischofsmütze, das uns hervorragend untergebracht und versorgt hat.

Margot Bergmann

Jahrestreffen 2022 in Filzmoos – Nachlese

Beitrag ORF Salzburg

Meinungen und Religionen sind und werden sehr oft falsch interpretiert und aufgefasst.
Menschen neigen zu Intoleranz.
Die Geschichte der Vertreibung der Salzburger Protestanten in den Jahren 1731/1732 zeigte wenig Toleranz gegenüber den Andersgläubigen.
In Filzmoos war es auch ein langer Weg dieses Projekt der Vertreibung Andersdenkender zu gedenken. Hier haben die Bewohner ein bemerkenswertes Projekt mit dem Toleranzberg geschaffen.
Wir sehen aktuell, dass die Grenze zwischen Intoleranz und Toleranz eng aneinander liegen.
Hören sie hier den Beitrag des ORF Salzburg zur Eröffnung des Weges (Parcours) vom 10 Juni 2022.

LG Sachsen – Zusammenkunft der Landesgruppe am 17.6.2022

Protokoll Nr. 121 – Nr. 2/2022 der Zusammenkunft der Landesgruppe am 17.6.2022 im Restaurant „Zur alten Säge“ in Wehlen / Sächsiche Schweiz

Teilnehmer: Marta und Johannes Müller, Jochen Schneiderat, Erika und Karl Weiß, Bärbel Ramminger

Herr Pfarrer Schneiderat hatte einen Tisch im Restaurant „Zur alten Säge“ in Dorf Wehlen bestellt. Angereist mit dem Bus über Pirna waren wir alle zeitig anwesend, so dass wir noch gut zu Mittag essen konnten.

Grußkarten wurden geschrieben an Brunhilde Hundhausen, Christel Nelson, Lore Schlobinski, Hannelore Englert, Frau Dr. Gabriele Lang einschließlich ihrer Mutter, Inge Paul.

Eigentlich wollte ich über das Jahrestreffen in Filzmoos berichten, konnte aber leider aufgrund einer massiven Erkältung nicht mitfahren. Eventuell wird Frau Kempgen am 23.9.22 darüber berichten. Sie hat den Termin erst einmal vornotiert.

Somit haben wir den Beitrag von Karl Weiß vorgezogen. Im Mittelpunkt der Lesung stand der Beginn des Krieges 1914 in der kleinen Stadt Drengfurt bei Rastenburg (ca. 2000 Einwohner).

1915 erschien ein Buch mit dem Titel „Kriegserlebnisse ostpreussischer Pfarrer“, also zeitnah zum Geschehen. Er und viele Menschen konnten sich zur damaligen Zeit nicht vorstellen, dass der Krieg nach Ostpreußen zurückkommt. Passagen daraus las Karl Weiß vor, die von Not, Tod, Angst, Flucht und Ausplünderung handelten. Es war ein Einblick in eine schwere Zeit unserer Eltern und Großeltern. Auch für die Zurückgebliebenen begannen schwere Zeiten. Im Gespräch vertieften wir das Gehörte und bezogen in die Diskussion auch den Krieg in der Ukraine ein.

Wir stellten fest, dass es traurig und für uns unverständlich ist, dass immer wieder Kriege stattfinden und dass „die Menschen nicht vernünftig“ werden. Warum können sie/wir nicht in Frieden miteinander leben??? Eine Antwort hatten wir nicht wirklich.

Weiter geht es mit unseren Terminen wie folgt:
23:9 22 Bericht über das Jahrestreffen in Filzmoos Frau M. Kempgen
91222 Köhlerei im Erzgebirge Johannes Müller Dieser Vortrag schließt an „Flößerei im Erzgebirge“ an und wird über die gefährliche Arbeit der Köhler berichten.

Nach 2,5 stündigem Zusammensein gingen wir auseinander und freuen uns auf das nächste Mal am 23.9.22. Hier überlegen wir noch, wo wir uns treffen werden, evtl. im Gemeindesaal des Pfarrhauses zu Wehlen; oder wir finden noch etwas Geeignetes in Dresden. Durch den plötzlichen Aufbruch zum Bus zurück nach Pirna haben wir erstmalig vergessen, unser obligatorisches Foto zu machen …

Bärbel Ramminger

LG Sachsen – Zusammenkunft der Landesgruppe am 29.04.2022

Datum: 29.04.2022
Ort: Cafe Schwerdtner, Prager Straße in Dresden

Unser kleines Zimmer im Altmarktkeller in Dresden steht uns nicht mehr zur Verfügung, da der Altmarktkeller wegen Eigentümerwechsel geschlossen ist. Nach einigem Suchen sind wir in einer Ecke des Cafes Schwerdtner in Dresden, Prager Straße — in der Nähe des Hauptbahnhofs — fündig geworden.

Wir haben wieder Grußkarten geschrieben an Brunhilde Hundhausen, Christel Nelson, Lore Schlobinski, Hannelore Englert, Jutta Heller und Frau Dr. Gabriele Lang einschließlich ihrer Mutter, Inge Paul.

Nach einer allgemeinen Unterhaltung diskutierten wir zur Erinnerungskultur, einem Vortrag von Herrn Pfarrer Schneiderat aus dem Frühjahr 2020.

Erinnerungen werden immer unterschiedlich wahrgenommen, z. B. in einer Familie auch durch Geschwister — abhängig vom Alter, von persönlichen Einstellungen und Ansichten, von der Intensität des Erlebten; sie werden durch plötzliche Ereignisse wachgerufen – vielleicht durch ein Lied, eine Erzählung, eine Begegnung, einen Film u.v.m. Es gibt schöne und positive Erinnerungen, aber natürlich auch unangenehme, traurige und störende – und manchmal bleibt auch einfach nur ein „och“.

Weiter geht es mit unseren Terminen wie folgt:

17.6.2022 Bericht vom Jahrestreffen in Filzmoos (Bärbel Ramminger)
23.9.2022 Ostpreußische Pfarrer berichten über den I. Weltkrieg (Karl Weiß)
9.12.2022 Köhlerei im Erzgebirge (Johannes Müller)
Dieser Vortrag schließt an „Flößerei im Erzgebirge“ an und wird über die gefährliche Arbeit der Köhler berichten.
Nach zweistündigem Zusammensein gingen wir auseinander und freuen uns auf das nächste Mal am 17.6.22. Hierfür werden wir uns eventuell in Wehlen treffen. Herr Schneiderat prüft den passenden Ort.

Bärbel Ramminger

Salzburger, Ostpreußen – George Turner

Produktbeschreibung

Vielleicht sind es Folgen des Lutherjahres: Offenbar ist das Interesse am Schicksal von Religionsflüchtlingen so groß, dass bereits drei Jahre nach Erscheinen der ersten Auflage eine zweite erforderlich wird.

°°George Turner schildert die Lebensverhältnisse der „Salzburger“ in der Zeit zwischen 1732-1944/45 in Ostpreußen und widmet besondere Aufmerksamkeit dem Versuch, den Zusammenhalt trotz des Auseinanderdriftens in unterschiedliche Länder nach 1945 zu fördern. Wie ein roter Faden ziehen sich dabei die Themen „Integration“ und „Bewahrung der Herkunft“ durch die einzelnen Kapitel.

°°Neu sind daneben zwei Akzente. Zum einen ist es das Thema „Protestantisches Bekenntnis und wirtschaftlicher Erfolg“. Hier galt es, Max Webers These zu relativieren, der zufolge die protestantische Ethik den Kapitalismus befördere. Zum anderen versucht sich der Autor an einer Erklärung, warum sich das Salzburgische als Dialekt nicht erhalten hat.

°°Auch wenn die vorliegende Darstellung viele Aspekte berücksichtigt, das Thema „Salzburger und Ostpreußen“ ist noch längst nicht abgeschlossen.